Hier kurz mal ein kleiner Beitrag zu einem kleinen Teil des Gesundheitswesens in Panama. Tatsächlich sind hier nämlich fast alle Impfungen kostenlos und leicht erhältlich. Gestern waren einige Ärztinnen bei valórate, haben die Kinder kostenlos untersucht und fehlende Impfungen bzw Grippe Impfungen verteilt (auch an die Eltern und Geschwister!). Es ist schön zu sehen, das wenigstens jedes Kind hier, aus welchen Umständen es auch immer kommen mag, die Möglichkeit hat die grundlegendsten Impfungen (typhus, polio, etc.) zu bekommen, denn häufig ist die ärztliche Versorgung nicht so gut (so lange nicht im Privatsektor) und ziemlich teuer. So teuer, dass es sich die Armen hier nicht leisten können. Durch zum Teil schlechte Lebebsumstände (Unterernährung, schlechte Hygiene) und dem tropischen Klima (warm und feucht, also perfekt für Bakterien) sind Krankheiten wie die Grippe hier eher Grund für den Tod, als bei uns in Deutschland.
Also dickes Daumen hoch für den kostenlosen Impfstoff.
Thursday, October 27, 2016
Tuesday, October 18, 2016
Las Yayas und das Festival Nacional del Sombrero Pinta'o
Vergangenen Sonntag konnte ich spontan mit einem anderen Freiwilligen und einer Bekannten von ihm einen Ausflug in die Umgebung machen. Dafür habe ich mich um sechs Uhr morgens aus dem Bett gequält und wurde um sieben eingesammelt. Nach einer knappen dreiviertel Stunde erreichten wir unser erstes Ziel:
Die Wasserfälle Las Yayas
Der Weg dahin war nicht so abenteuerlich wie der in der vergangenen Woche, allerdings haben auch diese Wasserfälle ihren Charme. Ein natürliches Schwimmbecken am Ende des Wasserfalls läd zum Baden ein und der umliegende Wald könnte direkt aus dem Djungelbuch stammen - es hat eigentlich nur der singende Balu gefehlt.

Auf einer gewundenen Straße ging es weiter durch die Berge bis nach La Pintada, wo am vergangenen Wochenende das Festival del Sombrero (Fest des Huts) gefeiert wurde. An dieser Stelle möchte ich gleich einmal eine Sache erklären: Der typische Hut in Panama ist NICHT der Panama Hut. Dieser stammt nämlich eigentlich aus Ecuador und wurde während der Zeit des Goldrausches (Mitte des 19.Jh) in Amerika über Panama verkauft. Damals importierten die USA die Produkte noch nicht direkt aus den einzelnen lateinamerikanischen Ländern, sondern sammelten die Güter an Sammelstellen (Panama). Dadurch erhielten auch die Hüte einen panamaischen Stempel und der Hut wurde kurzerhand "panama hat" (Panama Hut) genannt. (Es ist übrigens sehr schwierig einen Panama Hut in Panama zu bekommen.) Der sogenannte Típico ist der eigentliche Hut der Panameños und zu dessen Ehren veranstalten sie ein Fest. Dabei gibt es Stände, die natürlich die Hüte verkaufen (Preis von etwa $20-$500, je nach Verarbeitung) und eine Parade mit Tänzern in der Nationaltracht (für Frau: Die Pollera (gesprochen Pojera), bestehend aus Rock und Bluse mit goldenem
Schmuck und aufwändigen
Haaraccessoirs; Für Mann: Kragenloses Hemd, Hose, típico Hut). Dazu ertönte die traditionell panamaische Musik.
Aber ich glaube, ein Film ist hier das geeignetste Medium um einen tatsächlichen Eindruck zu bekommen. Von daher: Action!
Ansonsten geht es mir soweit ganz gut und auch auf Arbeit läuft alles wie es soll. Falls ihr noch nie eine Ananas habt wachsen sehen, habe ich hier nochmal ein Bild für euch und außerdem ist ja bald November und somit Zeit für das US-amerikanische Fest Thanksgiving, deshalb hier ein Truthahn, der da so rumlief.
Die Wasserfälle Las Yayas
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| Wasserfälle Las Yayas |
| Probiers mal mit Gemütlichkeit! |

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| Ein Stand mit den Típico Hüten |
Schmuck und aufwändigen
Haaraccessoirs; Für Mann: Kragenloses Hemd, Hose, típico Hut). Dazu ertönte die traditionell panamaische Musik.
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| Drei Mädels in Pollera |
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Ansonsten geht es mir soweit ganz gut und auch auf Arbeit läuft alles wie es soll. Falls ihr noch nie eine Ananas habt wachsen sehen, habe ich hier nochmal ein Bild für euch und außerdem ist ja bald November und somit Zeit für das US-amerikanische Fest Thanksgiving, deshalb hier ein Truthahn, der da so rumlief.
Saturday, October 15, 2016
Oktoberfest und Deutschlanddetektor
Ihr dachtet Oktoberfest gibt es nur in Deutschland? Falsch gedacht!Auch in Panama, noch genauer Panama Stadt, gibt es ein Oktoberfest (Nein, kein Fest, dass auch im Oktober stattfindet, sondern tatsächlich ein "deutsches" Oktoberfest). Getrunken wird dabei natürlich *bam bam bam* BIER. Die "deutscheste" Biersorte in Panama ist übrigens Paulaner. Allerdings haben auch lokale Bierkompanien den Trend mitgenommen, wodurch es zum Beispiel die Balboa Oktoberfest Edition gibt (siehe Bild).
Durch fehlende Tracht, verliert das ganze allerdings doch an Charme. Für alle, die es interessiert: Der Liter Paulaner kostet hier $25 (Vergleich: Maßpreis 2016 liegt zwischen 10,40€-10,70€).
Da ich nun schon einmal angefangen habe von deutschen Sachen in Panama zu erzählen, kann ich auch gleich einmal ein paar Worte zum Deutschlanddetektor verlieren.
Dabei handelt es sich um ein Phänomen, welches bei vielen, wenn nicht gar allen, Austauschschülern/Freiwilligen/Zeit-im-Ausland-Verbringern vorkommt. Plötzlich identifiziert man sich nämlich viel mehr mit Deutschland. Sagt jemand "Deutschland", so hört man sofort hin, sieht man ein deutsches Produkt (z.B. Bier) hat man gleich eine Verbindung dazu und trägt jemand ein Deutschland Trickot, wird man automatisch an die großartige Leistung der deutschen Fußballer erinnert. Kurzum dadurch das man hier in einer fremden Kultur ist, sind vertraute, heimische Produkte oder Dinge wie ein kleiner Wink, der dich an die eigene Heimat erinnert. Verstärkt wird der Deutschlanddetektor durch die Tatsache, dass man hier DIE/DER Deutsche ist und somit Deutschland für alle die einen kennen repräsentiert.
Wednesday, October 12, 2016
Post Arrival Camp
Am vergangenen Wochenende hatten wir ein AFS Camp mit allen
Freiwilligen meiner Gruppe im Iguana Resort in der Nähe von Penonomé. Es war sehr
schön alle wieder zu sehen, die Möglichkeit zu haben Erfahrungen auszutauschen
und Gedanken über die panamesische Kultur auszutauschen.
Neben mehr oder
weniger organisierten Einheiten, gutem Essen und Snacks gab es auch ein ganz
besonderes Highlight: Eine Wanderung zu den Cascadas (Wasserfällen). Allein der
Weg dahin hat sich gelohnt und war mit einem Abendteuer verbunden, denn wir
mussten erst einen Fluss durchqueren (an der tiefsten Stelle hat mir das Wasser
bis über die Brust gereicht) und danach an einem anderen entlang hangeln. Der
Wasserfall als Ausflugsziel erschien zunächst nicht so atemberaubend, bis wir
erfuhren, dass man von den knapp 3 Meter hohen Felsen in den Fluss springen
konnte. Bis auf die Tatsache, dass meine Ohren nicht ganz mitgespielt haben war
es eine grandiose Erfahrung!
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| Die Valórate Gang (Wir alle sind Freiwillige bei Valórate in verschiedenen Städten in Panama) |
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| nächtliche Erkundungstour zum Fluss |
| Auf dem Rückweg sind einige einfach durch den Fluss gegangen - Wir waren ja sowieso schon nass! |
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| Unser Grüppchen |
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