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Wednesday, September 7, 2016

Ein paar Eindrücke

Nach zwei Wochen in Panama und etwas über einer Woche in meiner Gastfamilie möchte ich ein paar Eindrücke mit euch teilen.
Meine Gastmom und ich
Am Samstag, den 27.08., ging es nach drei Tagen On-Arrival-Camp in Panama City (hier zu Lande einfach nur Panamá genannt) mit dem Bus nach Penonomé, der Stadt in der ich die nächsten 11 Monate verbringen werde. Vom „Parque“ (Park) wurde ich von meiner Gastmutter abgeholt, die mich auch sogleich freudig begrüßte. 
Cancer-Awarness-Lauf, der in ganz Panama an
diesem Tag stattgefunden hat
Mit dem Auto (ja, wir haben ein Auto) fuhren wir zu meiner neuen Casa, die ich von den Bildern wiedererkannte. Ich habe hier mein eigenes Zimmer, was in Panama nicht selbstverständlich ist. Zum Zeitpunkt meiner Ankunft hatte ich allerdings keine Tür (also gut, die Einzelteile waren schon da). Diese sollte allerdings am Montag installiert werden.
Sonntagmorgen halb sieben begann mein erster vollständiger Tag in meiner Gastfamilie. Wieso so früh? Meine Gastmom und ich haben an einem Cancer-Awareness-Lauf mitgemacht (Lauf wie in laufen). Dabei bekam ich gleich einen kleinen Eindruck von Penonomé und wurde gefühlt jeder zweiten Person als die“ hija nueva“ (neue Tochter) vorgestellt. Später am Nachmittag kamen noch Freunde von meinem Gastbruder vorbei. Lustigerweise lebt bei einen dieser Freunde zurzeit auch eine deutsche Freiwillige und wir haben uns natürlich gleich gut verstanden (also auch mit den Panameños).

Apropos verstehen: In Panama spricht man ja bekannter Weise Spanisch. Mein Spanisch ist eher… mangelhaft. Trotzdem verstehe ich das Wichtigste(?) und merke, wie ich von Tag zu Tag dazu lerne. Ich hoffe sehr, dass ich mich bald an den Gesprächen auf Arbeit und zu Hause beteiligen kann, denn die Menschen hier sind echt offen und lieb und versuchen so gut es geht auf mich zu zu gehen.

Ein wichtiger Aspekt jeder Kultur ist natürlich das Essen. Meine Erwartungen an die panamaische Küche:
-          - Viel Reis
-         -  Viele Bohnen
-          - Viel Hühnchen
-          - Kochbananen
-          - Viel frittiertes
-          - Viel Saft/Soda
Tatsächlich wurden diese Erwartungen auch komplett erfüllt. Insbesondere bei der Arbeit komme ich häufig in den Genuss von Reis. Im Gegensatz dazu habe ich bei mir zu Hause noch nicht ein einziges Mal Reis gegessen. Das liegt daran, dass meine Gastmom abends etwas essen möchte, dass schnell geht und satt macht – Fastfood. Bisher gab es schon Hot Dogs, Subway und Hamburger. Allerdings hatte ich auch schon mehrmals Nudeln und einmal sogar Lasagne. Obwohl es hier überhaupt nicht üblich ist, trinke ich viel Wasser, aber um nicht unhöflich zu wirken auch immer mal wieder Saft und Cola (schmeckt ja schließlich auch nicht schlecht). Brot, also so richtiges gutes Brot, gibt es hier leider nicht. Generell wird fast jede Malzeit gekocht. Auch zum Frühstück! Frisch frittierte Tortillas aus Mais oder ein gegrilltes Käsesandwich sind keine Seltenheit zu so früher Stunde. Ich habe zwar auch Müsli (welches im Kühlschrank gelagert wird), aber das habe ich bisher erst dreimal gegessen und meine Gastmom meinte nach dem zweiten Müsli-Morgen, dass ich am nächsten Tag nicht wieder Cornflakes essen muss, sondern etwas anderes (anständiges!?) bekommen würde.
Kurz etwas zur allgemeinen Esskultur: Viele essen hier mit den Händen (Meine Familie allerdings nicht) und gegessen wird nicht wie bei uns gemeinsam am Tisch, sondern eher einzeln im Zimmer oder zusammen auf der Couch. Auch die Geschwindigkeit mit der gegessen wird ist deutlich höher.
Das war es dann auch erst Mal für heute.

Alles Liebe!

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